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Auf der Fahrt von Bagenkop auf Langeland in Richtung Heimathafen Maasholm blies der Wind aus West mit Böen in der Windstärke 6 7, die Segel wurden geborgen, um die letzten 30 Meilen nach Maasholm mit Motorkraft zu fahren.
Plötzlich hörte Andre trotz der starken Windgeräusche Stimmen und sah dann in einigen hundert Metern Entfernung einen blauen Fleck im Wasser. Bei genauerem Hinschauen entdeckte er drei Männer, die sich krampfhaft an einer schwertoben treibenden Jolle festhielten und verzweifelt winkten und riefen. Immer wieder verschwanden die Schiffbrüchigen in den Wellen der unruhigen See und waren nur durch ihre knallroten Rettungswesten wieder auszumachen. Sofort wurde Alarm gegeben und alle Mitglieder der Crew bereiteten sich auf eine Rettungsaktion vor. Unter der Leitung des Skippers Peter nahm der Preußische Adler Kurs auf die Schiffbrüchigen. Vorsichtig näherten wir uns der kleinen Jolle, um die Männer in Lee aufzunehmen, dabei bestand ständig die Gefahr, dass bei den hohen Wellen der Jollenrumpf oder ein Segler unter das eigene Schiff geriet. Einer der drei Verunglückten schien schon völlig erschöpft zu sein. Er hatte nicht mehr die Kraft allein über die ausgebrachte Badeleiter an Bord zu kommen und konnte nur mit Hilfe hochgezogen werden. Bei einem weiteren Manöver wurden dann auch die beiden anderen geborgen. Die drei Geretteten wurden schnell unter Deck gebracht und mit trockenen Kleidern versorgt. Heißer Kaffee und belegte Brötchen weckten den Lebensgeist der drei einundzwanzigjährigen Studenten. Über zwei Stunden hatten sie nach dem Kentern ihrer Jolle, die für diese Wetterbedingungen sicher nicht geeignet war, im Wasser verbracht. Mehrmals hatten sie Segelboote in näherer oder weiterer Entfernung vorbeifahren sehen, deren Besatzungen aber ihr Winken und Rufen nicht wahrgenommen hatten. Ihre Angst und Verzweiflung war von Minute zu Minute gewachsen und man kann ihre Erleichterung verstehen, als sie nun im Boot in Sicherheit waren. Der Versuch, die gekenterte Jolle ins Schlepp zu nehmen, musste wegen der hohen See und der Gefahr, dass umhertreibende Leinen der Jolle in die eigene Schiffsschraube gerieten, aufgegeben.werden. Gleich nach dem Alarm war bereits eine entsprechende Sicherheitsmeldung mit der genauen Position der treibenden Jolle per Funk abgegeben worden, um die übrige Schifffaht vor diesem Hindernis zu warnen. Ein Boot der Küstenwache erwartete uns vor der Schleimündung und ein von dort ausgesetztes Schlauchboot folgte uns bis zum Hafen Maasholm, wo dann zwei Beamte der Bundespolizei an Bord des Preussischen Adlers den Unfall und die Rettungsaktion zu Protokoll nahmen. Leider haben die Schiffbrüchigen alle Ausweise und persönlichen Gegenstände beim Kentern der Jolle verloren. Es besteht auch wenig Aussicht, dass sie diese zurück bekommen, obwohl die dänische Küstenwache das Boot suchen will. Für die Studenten war wohl auch nur eins wichtig: ihr Leben war gerettet und dafür bedankten sie sich immer wieder bei uns. |
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| Die Hamburger Studenten mit Andre Moseler, der die drei zuerst gesichtet hatte. |
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